Mitteldeutschland-Monitor 2026
Persönliche Zufriedenheit im Revier bleibt auf hohem Niveau
Die Menschen im Mitteldeutschen Revier bewerten ihre persönliche Lebenssituation und die Lebensqualität in der Region weiterhin mehrheitlich positiv. 39 Prozent zeigen sich mit dem Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier zufrieden, das sind neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig fällt der Blick auf die zukünftige Entwicklung des Reviers zunehmend kritischer aus. Die repräsentative, länderübergreifende Bevölkerungsstudie ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS), des Referats 29 „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier und Koordinierungsstelle für Förderpolitik“ der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt sowie der MAS Gesellschaft für Marktanalyse und Strategie.
Menschen im Mitteldeutschen Revier sind überwiegend zufrieden
69 Prozent der Befragten bewerten ihre persönliche Lebenssituation positiv und vergeben die Schulnoten 1 bis 3. Gegenüber dem Vorjahr ist dies zwar ein leichter Rückgang (2025: 73 Prozent), dennoch bleibt die persönliche Zufriedenheit der Menschen im mitteldeutschen Revier auf einem hohen Niveau.
Sichtbare Veränderungen stärken den Optimismus
Während 59 Prozent derjenigen optimistisch in die Zukunft blicken, die bereits Strukturwandel in ihrer Region wahrnehmen, sind es bei denjenigen, die bislang keinen Strukturwandel erkennen, lediglich 36 Prozent. Gleichzeitig blickt in dieser Gruppe mit 59 Prozent die Mehrheit pessimistisch auf die Zukunft des Reviers.
Lebensqualität im Mitteldeutschen Revier wird überwiegend positiv eingeschätzt
Auch die Lebensqualität in der Region wird weiterhin mehrheitlich positiv eingeschätzt: 68 Prozent der Befragten zeigen sich damit zufrieden. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 75 Prozent.
Rück- und Ausblick auf Entwicklungen des Reviers bleiben verhalten
21 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Situation im mitteldeutschen Revier in den vergangenen fünf Jahren verbessert habe (2025: 23 Prozent). Demgegenüber stehen 31 Prozent, die eine Verschlechterung wahrnehmen (2025: 30 Prozent). 36 Prozent bewerten die Entwicklung der Region als unverändert.
Notwendigkeit des Strukturwandels wird wahrgenommen
Die Menschen erkennen die Notwendigkeit des Strukturwandels weiterhin mehrheitlich an. So halten 56 Prozent der Befragten einen grundlegenden Wandel der Region für notwendig.
Bewertung des Strukturwandels positiver als im Vorjahr
39 Prozent zeigen sich mit dem Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier zufrieden. 2025 lag dieser Wert noch bei 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der Unzufriedenen von 49 auf 41 Prozent.
Blick in die Zukunft fällt skeptischer aus
42 Prozent der Befragten sehen der Entwicklung des mitteldeutschen Reviers optimistisch entgegen. Gleichzeitig überwiegt mit 47 Prozent der Anteil derjenigen, die pessimistisch auf die Zukunft der Region blicken.
Breite Wahrnehmung von Fachkräftemangel
Als eine Herausforderung für die Region nannten die Befragten auch das Thema Fachkräfte. So nahmen 56 Prozent bei ihrem Arbeitgeber oder Betrieb einen starken Mangel an Fachkräften wahr (2024: 60 Prozent). 39 Prozent verneinten dies.